Hier angekommen mußten wir einige Dinge zu beachten:
Als erstes war wichtig, daß meine Frau hier
krankenversichert wurde. Welche
Versicherung dies macht, sollte man auskundschaften. Bei der AXA direkt war ich
zu spät dran, da man die Versicherung nur abschließen kann, wenn dies innerhalb
von 10 Tagen nach Einreise gemacht wird. Wir lebten somit auf volles Risiko bis
zur Eheschließung. Die ukrainische Versicherung deckt nur Notfälle ab, aber
nicht, wenn die Frau eine Grippe bekommt. Eine weitere Krankenkasse für
eingereiste Ausländer bietet die Allianz Versicherung an.
Die Familienversicherung greift ja erst nach Eheschließung. Also unbedingt
Rücksprache mit der eigenen KV halten, ob es evtl. durch Zuzahlung andere
Möglichkeiten gibt.
Es mehren sich leider die Hinweise, daß so manche Krankenkasse die Ehefrau (gerade wenn er eine private KV hat) nicht mitversichern wollen. Auch eine eigenständige private Krankenversicherung wird ggf. verweigert.
Scheinbar hat man Angst, daß die Frau "mal schnell" krankenversichert werden soll, da eine Operation oder andere kostspielige Behandlung ansteht.
Der nächste Weg ging ins Einwohnermeldeamt . Hier meldet man die Frau ganz normal an. Dies kann man bereits vor der Eheschließung tun.
Ach ja: goldene Eheringe kosten im Osten ¼ unserer Preise. Das russische Gold ist rötlicher, da es mehr Kupfer enthält. Wir wählten Ringe, die dieses rötliche Gold und aber auch im Muster Gelbgold enthalten. Das unterstreicht unsere gemeinschaftlichen Beziehungen auch symbolisch. Beide Ringe kosteten zusammen 160.-€
Der Standesbeamte hatte dann auch noch meine Verlobte befragt – er mußte sich davon überzeugen, daß sie genügend Deutsch versteht und daß einer Eheschließung nichts im Wege steht. Hätte er nur die geringsten Zweifel gehabt, wäre ein Dolmetscher notwendig gewesen. Ein Dolmetscher stört bei der Eheschließung halt doch sehr.