Standesamt

Der allererste Weg führte uns zum Standesamt. Hier wurde uns mitgeteilt, welche Papiere alle benötigt werden, damit die Eheschließung möglich ist. Wie gut die Zusammenarbeit mit dem Standesamt ist, kann völlig unterschiedlich sein. Während der eine Mitarbeiter einem in allen Belangen hilft und sogar mit dem Ausländeramt Rücksprache zwecks Vorbereitung hält, gab es schon Fälle in denen der Standesbeamte sich mit verschränkten Armen und einem „Soso, heiraten sich bitte im Ausland, dann kann man sicher sein, dass es keine fiktive Ehe ist“ zurücklehnte und jede Tätigkeit ablehnte. Es kommt halt immer darauf an, was der Beamte in seiner Laufbahn schon erleben musste. Manche haben halt langsam die Schnauze voll, dass sie sich um alles und jeden Mist kümmern müssen, weil die Heiratswilligen in letzter Minute doch nicht willig sind, ständig alles falsch machen oder Papiere nicht oder unvollständig abliefern.


Gute Vorbereitung und halt doch mal eine Krawatte umgebunden, anstatt frisch von der Malerbaustelle im munter farbig bekleckerten Overall, wird durchaus gerne gesehen.


Wer hier auf meinen Seiten liest, weiß schon mal 95% dessen was der Standesbeamte von einem haben will. Diverse Variationen liegen dann in der Hand des Standesamtes. Es gibt halt verschiedene Auslegungen der Vorschriften.  
Die rechtlichen Aspekte (die wir hier nicht abdecken können/dürfen), sollte man sich bei den Ämtern, Gerichten oder ggf. einem Anwalt erfragen.


Um im Standesamt als auch für die Deutsche Botschaft seinen Heiratswillen zu unterstreichen, ließen wir uns vom Standesbeamten ein formloses Papier ausstellen, auf dem außer den Personendaten von uns, auch die zu besorgenden Papiere aufgeführt waren. Das Standesamt stempelte dieses Papier ab. Sollte das Standesamt sich gegen dieses Papier sträuben, behauptet man halt, dass man diesen Wunsch in der Deutschen Botschaft geäußert hat. Freilich ist dieses Dokument nicht lebensnotwendig, aber man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass jeder der bei der Eheschließung und deren Vorbereitung beteiligten Staatsorgane nur darauf lauert bei Verdacht einer Fiktivität der Ehe giftig zu werden. Daher wollten wir die Seriösität damit zusätzlich unterstreichen.

 

Ich gebe jedem den dringenden Rat, sich selbst mit dem zuständigen OLG in Verbindung zu setzen. So maches Standesamt wußte nicht exakt, was das OLG für Unterlagen braucht und wenn die Dokumente nach 5 Wochen Wartezeit zurückgewiesen werden, weil noch etwas fehlt, ist sehr ärgerlich.